This is my little space on the tubes, featuring a wild collection of my projects, music and experiments.

Archive for September, 2010

Glockenlachen

Ich sah dereinst ein Madel steh’n
an einem stillen Weiher
Ihr Lachen klang so wunderschön
so spielte ich meine Leier

Sie lachte wieder, doch diesmal mich aus
und dann war sie verschwunden
Ich suchte das Madel landein landaus
hab niemals mehr sie gefunden

Ich hörte einst auf dem Jule Fest
ein Glockenlachen schallen
Ihr Blick (und Met) gaben mir den Rest
Ich sah mich zu Boden fallen

Als ich erwachte war sie fort
und niemand kannt’ ihren Namen
Ich sah sie nie wieder an keinem Ort
so weit meine Schritte auch kamen

Ich kehrte in eine Schänke ein
Wär lieber draußen geblieben
Die Wirtin lachte bei jedem Wein
Ich  wollt’ mich gleich verlieben

Dem Wirt gefiel das ganze nicht
Ich sah die Fäuste fliegen
und erwachte draußen im Mondenlicht
‘Ne Narbe ist geblieben

Jetzt bin ich alt, mein Haar wird grau
das wenige was mir geblieben
Doch von dem Lachen einer Frau
bin ich bis heut’ getrieben

Seh’ ich ein Madel gehen und
hör’ ich ihr Glockenlachen
trifft’s mich noch  immer bis in den Grund
kann nichts dagegen machen

Und lieg’ ich dereinst im kalten Grab
nur Knochen sind geblieben
Es kommt schon vor daß ich mich frag’
Kann ich mich dann noch verlieben?

Doch denk’ ich geht ein Madel vorbei
zu mir schallt ihr Gekicher
dann grinst bestimmt mein Schädel dabei
dessen bin ich mir sicher