This is my little space on the tubes, featuring a wild collection of my projects, music and experiments.

Archive for Texts

Letzter Blick

Licht fällt vom Himmel
und entzündet meine Augen
In der blendenden Helle
sehe ich ein letztes Mal ihr Gesicht

Könnten wir doch so verbleiben
versunken in des anderen Blick
wäre ich ihre ganze Welt
und sie für immer meine

Diese Augen, wem gehören sie?
Die Erinnerung schwindet
Und mit meinen letzten Gedanken
verschwindet das Licht hinter Wolken

Du willst mich fortgehen machen

Du willst mich fortgehen machen
Die du bei mir lagst stehst nun im Eck des Raums
Dein Wort trifft mein Ohr wie eine Faust
Das Dröhnen meines Schädels lässt mich schwindeln
doch mein verlangendes Herz sieht dich schwanken

Du willst mich fortgehen machen
doch ich bin zu schwer von dir und kann nicht mehr gehen
und der Anblick deines Rückens brennt sich in mir fest
Vor dem Fenster versammelt sich die Zeit und starrt herein
Die Jahre stehen Schulter an Schulter und lachen mich aus

Katzenleben

Schnurrend in der Sonne schwitzen,
und wild durch den Garten flitzen,
königlich auf dem Kissen sitzen,
Augen geschlossen zu zwei Schlitzen,
fernsehen über der Rehe Kitzen,
Löcher in die Polster schlitzen,
Streifen in die Möbel ritzen,
und wenn Herrchen mein Hiersein bereut,
bring ich ne Maus ihm nur als klitzen-
kleinen Dank – daß er sich freut

Empty Smile

She walks with an empty smile
plastered upon her face
she doesn’t want to worry anyone
she doesn’t want to lean on anyone
she walks with a smile
which most people take for real

There’s no such thing as forever
and on some precious moments in time
when she thinks to be alone
unwatched and all by herself
the plaster crumbles – just for a second
and exposes the beautiful darkness beneath

Under signs of all the hurt in the world
glimpse hidden parts of her shattered heart
I love the pilgrims soul in her
and love the sorrows of her changing face

Glockenlachen

Ich sah dereinst ein Madel steh’n
an einem stillen Weiher
Ihr Lachen klang so wunderschön
so spielte ich meine Leier

Sie lachte wieder, doch diesmal mich aus
und dann war sie verschwunden
Ich suchte das Madel landein landaus
hab niemals mehr sie gefunden

Ich hörte einst auf dem Jule Fest
ein Glockenlachen schallen
Ihr Blick (und Met) gaben mir den Rest
Ich sah mich zu Boden fallen

Als ich erwachte war sie fort
und niemand kannt’ ihren Namen
Ich sah sie nie wieder an keinem Ort
so weit meine Schritte auch kamen

Ich kehrte in eine Schänke ein
Wär lieber draußen geblieben
Die Wirtin lachte bei jedem Wein
Ich  wollt’ mich gleich verlieben

Dem Wirt gefiel das ganze nicht
Ich sah die Fäuste fliegen
und erwachte draußen im Mondenlicht
‘Ne Narbe ist geblieben

Jetzt bin ich alt, mein Haar wird grau
das wenige was mir geblieben
Doch von dem Lachen einer Frau
bin ich bis heut’ getrieben

Seh’ ich ein Madel gehen und
hör’ ich ihr Glockenlachen
trifft’s mich noch  immer bis in den Grund
kann nichts dagegen machen

Und lieg’ ich dereinst im kalten Grab
nur Knochen sind geblieben
Es kommt schon vor daß ich mich frag’
Kann ich mich dann noch verlieben?

Doch denk’ ich geht ein Madel vorbei
zu mir schallt ihr Gekicher
dann grinst bestimmt mein Schädel dabei
dessen bin ich mir sicher